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#1 The Leader's Coffee - wie du dich selbst sabotierst

May 29, 20262 min read

Selbstsabotage erkennen und überwinden: Wie dein innerer Dialog deinen Erfolg beeinflusst

Hast du dich jemals gefragt, warum du trotz harter Arbeit und klaren Zielen gewisse Fortschritte nicht wirklich fühlen kannst? Warum Ruhe sich manchmal ungewohnt anfühlt oder warum du Erfolge sofort wieder relativierst?

Selbstsabotage passiert oft nicht laut. Sie zeigt sich in kleinen Sätzen, die wir uns selbst immer wieder sagen.

„Mal schauen, wie lange das hält.“

„Das reicht noch nicht.“

„Eigentlich müsste ich weiter sein.“

Viele unterschätzen, wie stark Gedanken und innere Überzeugungen unser Verhalten beeinflussen. Gerade erfolgreiche Menschen neigen dazu, Fortschritte nicht wirklich anzuerkennen.

Wie du dich selbst sabotierst
⬆️ hier gelangst du zum Video

Ein Beispiel aus meiner Arbeit:

Ein Gründer sagte in einer Session zu mir:

„Erstaunlicherweise schlafe ich gerade gut.“

Objektiv betrachtet war das ein riesiger Fortschritt. Mehr Ruhe. Klarerer Kopf. Mehr Energie.

Und trotzdem war genau dieses Wort spannend: „Erstaunlicherweise.“

Denn innerlich fühlte sich dieser Zustand für ihn noch nicht normal an. Eher wie etwas Vorübergehendes.

Genau dort beginnt oft Selbstsabotage.

Es ist nicht bewusst. Sondern über den eigenen inneren Dialog.

Warum unser Gehirn oft am Alten festhält

Unser Gehirn liebt bekannte Muster. Selbst dann, wenn sie uns eigentlich nicht guttun.

Wenn Stress, Druck oder ständige Anspannung über Jahre zum Normalzustand wurden, fühlt sich Ruhe plötzlich ungewohnt an.

Und genau dann beginnen viele Menschen unbewusst, gute Entwicklungen wieder kleinzureden.

Nicht weil sie scheitern wollen. Sondern weil das Gehirn versucht, beim Bekannten zu bleiben.

Der wichtigste Schritt: Deinen inneren Dialog erkennen

Viele merken gar nicht, wie hart sie innerlich mit sich selbst sprechen.

Deshalb eine einfache Frage:

Würdest du so auch mit einem Mitarbeitenden sprechen?

Würdest du sagen:

  • „Das reicht noch nicht.“

  • „Mal schauen, wie lange das hält.“

  • „Du müsstest das eigentlich besser können.“

Wahrscheinlich nicht.

Und trotzdem laufen genau solche Sätze bei vielen Führungspersonen täglich im Hintergrund mit.

Was du stattdessen tun kannst

Es geht nicht darum, plötzlich alles positiv zu sehen oder sich etwas schönzureden.

Es geht darum, überhaupt einmal bewusst wahrzunehmen, welche Gedanken und Formulierungen regelmässig in dir ablaufen.

Denn diese Sprache beeinflusst mit der Zeit:

  • was sich für dich normal anfühlt

  • wie viel Druck du wahrnimmst

  • wie du mit Herausforderungen umgehst

  • und ob du Fortschritte überhaupt anerkennen kannst

Eine einfache Übung für diese Woche

Achte in den nächsten Tagen einmal bewusst auf deine eigenen Formulierungen.

Vor allem in Situationen:

  • nach Fehlern

  • nach Erfolgen

  • in stressigen Phasen

  • oder wenn etwas unerwartet gut läuft

Und frage dich:

Würde ich das auch einem Mitarbeitenden sagen? Wenn nein, dann weisst, du dass dich dieser Gedanke und diese Einstellung selbst sabotierst.

Schreibe es auf und versuche es so zu formulieren, dass es dir wieder Motivation und Freude gibt.

Fazit

Selbstsabotage beginnt oft nicht bei grossen Entscheidungen. Sondern bei kleinen Gedanken, die sich über Jahre wiederholen.

Je bewusster du deinen inneren Dialog wahrnimmst, desto klarer erkennst du auch, welche Muster dich unterstützen – und welche dich klein halten.

Denk daran: Führ dein Business oder es führt dich.

Auf ein gesundes Nervensystem im Business.

Fiona

Fiona Ackermann, Leadership Coach

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